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Ausgefallene Trainingseinheiten nachholen?
Von Chris | 5. September 2010
Immer wieder taucht in der Vorwettkampf-Phase die Frage auf, ob ausgefallene Trainingseinheiten nachgeholt werden sollen. Das schlechte Gewissen plagt, weil die vorgeschriebenen Trainingskilometer mit Einheiten, welche ausfallen, nicht in gleichem Masse zusammenkommen.
Fällt ein Training wegen anderen Terminen aus, kann man es gut auf einen anderen, sonst trainingsfreien Tag verschieben, sofern in der Woche dafür noch Platz ist. Wenn sich aber mehrere ausgefallene Einheiten “ansammeln”, macht es keinen Sinn, diese alle nachholen zu wollen. Die Gefahr wäre zu gross, sich überzubelasten oder im schlimmsten Falle eine Verletzung oder Überlastungssymptome einzufangen.
Viele Läuferinnen und Läufer haben schon die Erfahrung gemacht, dass ein Trainingsausfall kurz vor dem Wettkampf sie so richtig “beflügelt” hat und sie eine neue persönliche Bestzeit laufen konnten. Das hat damit zu tun, dass der Körper länger Gelegenheit hatte, sich von den Belastungstagen davor vollständig zu erholen. Und wer möchte schon übermüdet einen Halbmarathon laufen?
Tapering – ein Zauberwort!
Das Training soll in den Tagen vor dem Wettkampf zurückgefahren , dem Körper aber nicht absolute Ruhe verschrieben werden. Meist sind in Trainingsplänen noch ein paar knackige, aber kurze Einheiten in der Wettkampfwoche aufgeführt. Sie sollen dem Körper signalisieren, dass er bald viel leisten muss, ihm aber trotzdem Gelegenheit zu geben, sich genügend zu regenerieren. Je nach Wettkampf beträgt das Tapering eine bis eineinhalb Wochen.
In den Flex-Trainingsplänen von Lauftipps ist das Tapering bereits eingebaut. Der “Endverbraucher” muss sich darüber keine grossen Gedanken machen.
Dies Woche konnte ich an zwei Tagen nicht trainieren, weil der Terminplan einfach voll war. Der lange Dauerlauf, ein Kerntraining vor dem Halbmarathonlauf, sollte aber auf keinen Fall ausgelassen werden. Ihn lief ich heute bei angenehmen Temperaturen und etwas Sonne. Gegen Ende des Longjogs, wenn der Körper und die Beine schon langsam müde sind, standen 15 Minuten im Marathon-Tempo auf dem Programm. Das “schlaucht” so richtig, setzt aber gerade damit einen guten Trainingsreiz. Dies war der letzte lange Lauf vor dem Greifenseelauf 2010. Am nächsten Wochenende steht wegen dem Tapering nur noch ein “geköpfter” Longjog auf dem Programm. Die Beine müssen sich ja vor dem Halbmarthon noch etwas erholen können… 
95 min langsamer Dauerlauf, 15 min im Marathon-Tempo, 10 min langsamer Dauerlauf, ca. 22 km
Topics: Flex-Trainingspläne, Lauftraining, Wettkämpfe | 4 Kommentare »
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14. September 2010 at 15:30
@Paride: Ja, das ist sehr ärgerlich. Wenn das Training vorher prfekt war – was spricht gegen einen tollen Lauf?
14. September 2010 at 15:33
hi chris
interessanter beitrag!
ich stecke genau in dieser situation: bin für den berlin-marathon am 26. sept. angemeldet und habe mir letzten mittwoch eine überlastungs-entzündung am oberschenkelmuskel zugezogen, nach beinahe perfektem training (habe sogar in den ferien in südspanien bei über 30° hitze den trainingsplan eingehalten).
nun weiss ich nicht, ob ich – sobald ich wieder laufen kann – einige trainings nachholen soll oder nicht! laut arzt kann ich ab donnerstag wieder ins training einsteigen. da verbleiben mir aber nur noch ca. 10 tage bis zum marathon. du kannst dir sicherlich vorstellen, wie ich mich im augenblick fühle
gruss, paride
15. September 2010 at 21:08
Das Problem ist, dass ich nicht weiss, ob die Verletzung bis dahin heilen wird.
Wenn ich eine Chance habe, dabei zu sein, werde ich dies sicherlich tun, optimale Vorbereitung hin oder her. Die Stimmung soll so gut sein in Berlin, dass es sich auf alle Fälle lohnen soll!
15. September 2010 at 21:24
@Paride: Zuschauen und die andern anfeuern kann ja auch etwas über einen allfälligen Ausfall trösten…