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Caischavedra – Lauftraining hoch zwei
Von Chris | 19. Juli 2010
Wiederum ein schöner Sommertag. Gut für ein Läufchen in die Höhe? Kurz die Karte konsultiert und dann entschieden, Richtung Himmel zu laufen.
Der erste Teil des Weges nur mit leichter Steigung, sehr angenehm. Dann folgt schon bald der Anstieg Richtung Caischavedra. Kurze Schritte, die Fussmuskulatur und die Waden bekommen so richtig Arbeit. Die Augen geniessen die üppige Vegetation am Wegesrand.
Nach etwa einer Viertelstunde steigt der Weg derart steil an, dass ein Vorwärtskommen nur mit vorsichtigem Vorfussabdruck möglich ist. Jeder Schritt schmilzt bei einer derartigen Steigungsrate auf Fusslänge. Die Sonne sticht, der sandige Weg staubt.
So geht es mit tropfender Birne Meter um Meter nicht nur vorwärts, sondern auch tüchtig aufwärts.
Kurz nach einer Hütte eine Weggabelung. Ich wähle die asphaltierte Bergstrasse, die bestimmt etwas moderater ansteigen wird. Das stimmte auch. Durch schattige Waldpartien geht es nun zügiger, aber dennoch sehr angenehm weiter. Vier Trotinettfahrer geniessen die Talfahrt vom Caischavedra nach Disentis Acletta.
Nach einer Dreiviertelstunde erreiche ich wiederum eine Weggabelung. Gemäss Wegweiser müsste ich den nördlichen Weg nehmen. Der bäumt sich aber regelrecht vor mir auf und ich bekomme schon alleine vom Ansehen fast Nackenstarre. Noch ein paar Neigungsgrade mehr.
Noch mehr Schuttweg. Ich nehme in vorsichtig in Angriff. Denke, der wird schon besser. Das war aber ein Trugschluss. Hier mit Runningschuhen aufwärts zu laufen oder gehen, ist zu gefährlich. Vorsichtig steige ich ganz langsam wieder zurück. Der Abstieg ist deutlich schieriger als der Anstieg. Vereinzelte ausgetrocknete Grasbüschel geben etwas Halt.
Ich freue mich, als ich wieder auf der Forststrasse unten stehe. In welcher Sprache ist wohl diese Verbotstafel???
Nun absolviere ich auf einem leicht ansteigenden Stück Forststrasse halt ein paar schnelle Intervalle, wenn schon der Gipfel nicht mehr lockt.
Danach laufe ich locker wieder den Berg hinunter. Auf dem Rückweg über eine angenehm abschüssige Forststrasse, die mich zudem mit einem schönen Ausblick auf das Vorderrheintal belohnt. Anschliessend geht es durch den malerischen weiler Segnas wieder zurück nach Acletta.
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