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Langer Lauf und Eiseskälte
Von Chris | 14. Januar 2012
Der Januar muss ja kalt sein. Wenn die Sonne dann noch lacht, stimmt schon vieles. Bei diesem Winterwetter machte ich mich heute auf, um einen längeren Lauf zu absolvieren.
Die Temperatur war noch knapp unter Null Grad. Gut eingepackt kein Problem zum Laufen.
Das Sprichwort “man lernt die Einsamkeit am schnellsten bergauf” stimmte heute mit den vielen Wintersportlern, die in die Berge strömten, garantiert nicht. Dafür war es “unten” eher ruhig und beschaulich. Und ausnahmsweise auch sonnig.
Ich wählte den Weg in das Galgentobel (Tobel = kleine Schlucht) und stieg dann auf der anderen Seite wieder hoch, um einmal auf der anderen Seite zu laufen. Eher unbekannte Wege vergrössern den Laufspass, oder?
Dann ging es lange auf Naturwegen durch den Wald in die Höhe – und in die Waden. Krafttraining wäre wieder einmal so richtig nötig. Aber das hatte ich während des heutigen Trainings gleich inklusive. Von 550 m. ü. Meer ging es ziemlich zackig auf 800.
Die leicht modrig frische Waldluft, die Sonne blendet, der Hausberg Säntis “steigt” aus seinem Wolkenkragen. Das Herz pocht bis zum Hals. Ich halte kurz inne. Ein erhabener Moment mit Blick auf die Stadt. Das sind Laufmomente, welche die Motivation an “härteren” Tagen anschüren.
Ich laufe weiter. Komme zu einer Weggabelung. Auf dem Weg, den ich nun lief, hatte ich vor Jahren mal voll die Orientierung verloren. Da sah ich den Wald vor lauter Bäume nicht mehr…
Jetzt kenne ich mich da ein bisschen aus. Die Sonne verschwindet hinter ein paar Wolkenfetzen. Es wird sofort gefühlt 10 Grad kühler und ich bin froh, wieder eine Steigung in Angriff nehmen zu können. Das gibt Wärme von innen heraus.
Dann mache ich mich gemütlich auf den Weg zurück. Von 800 m. ü. Meer wieder runter in die Schlucht, über die kleine Brücke, dann steeeeeil bergauf. Die Beinmuskelkraft ist klar an der Belastungsgrenze, während die Lungen noch viel schneller könnten. Wähle ein gemütliches Trippeln.
Nach knapp eineinhalb Stunden erreiche ich die Ebene meines Wohnortes wieder. Der Bodensee weit unten juckt mich fast an. Ich bin wieder zuhause.
14.5 km, 460 Höhenmeter, 1:32, Asics DS Trainer 16

Topics: Lauftraining | 5 Kommentare »
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14. Januar 2012 at 20:18
Hei Chris
Ich finde, das Wetter zur Zeit absolut ideal. Solange es kein Schnee hat passt das doch super. Dein Streckenprofil sieht ja echt abenteuerlich aus und neue Wege bringen die nötige Abwechslung in den Trainingsalltag.
Viele Grüsse, Hugo
15. Januar 2012 at 08:52
Ganz schönes Profil, irgendwie hätte ich darauf auch mal wieder Lust, dazu die Kälte und die Sonne – es läuft auch noch gut was will der Mann mehr ?
Auch bei uns nur 1 Grad und Sonne – ich freue mich auf draußen – ohne Berge !!
15. Januar 2012 at 21:25
@Hugo: Ist wohl etwas gestaucht – das Bild…
@ultraistgut: Du hast dafür das Meer, was will man mehr
16. Januar 2012 at 07:45
Hallo Chris
Das tolle am Laufen ist, dass dies mit der richtigen Routenwahl bei jeder Temperatur- und Wetterlage machbar ist. Du kennst in deinem Laufgebiet wohl auch fast jeden Weg!
Eine gute Woche
Martin
16. Januar 2012 at 10:24
@martin: Soweit ist es zum Glück noch nicht…