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    Schlangenbegegnung beim Lauftraining

    Von Chris | 21. Juli 2010

    Nach freilaufenden Hunden, Nordic Walkern und agressive Bussharde fehlte mir in meiner diesjährigen Schreckensgallerie ja nur noch eins: Eine Schlangenbegegnung.

    Schlangen sind mir in der Schweiz schon einige begegnet: Beim Baden im Lago di Lugano eine Würfelnatter, bei Wanderungen diverse nicht näher identifizierte Schlangen und einmal habe ich sogar eine mit dem Fahrrad am Ufer der Aare überrollt. Das hatte letztere scheinbar unbeschadet überstanden, war sich doch so schnell, wie sie auf dem Weg erscheinen war, wieder im Gras verschwunden.

    Für die heutige spontane Trainingseinheit an diesem herrlichen Sommertag wählte ich den Weg über Mompé Tujetsch nach Sedrun. Zwischendurch kurze, steile Anstiege, sonst aber moderate Steigungen und angenehme Laufwege. Vor allem die Landschaft und die Abwechslung sprachen für diese Route.

    Nach rund 50 Minuten war ich beim Viadukt eingangs Sedrun, kehrte um und machte mich wieder auf den Rückweg. Die Strecke etwas oberhalb der Bahnlinie zum Oberalppass lief ich im Bereich der Weiden und der vielen Trockenmauern immer vorsichtig. Ich konnte mir da gut vorstellen, auf ein Reptil zu stossen. Doch auf dem Rückweg hatte ich dies vergessen.

    Plötzlich erblickte ich vor mir auf dem Weg eine ausgestreckte Schlange. Da ein Anhalten nicht mehr möglich war, wich ich aus. Das Reptil blieb ruhig liegen, sodass ich es gut aus der Nähe beobachten und mit dem Handy, welches ich seit den Stürzen immer mit dabei habe, fotografieren konnte.

    Es handelte sich um eine Ringelnatter Schlingnatter von ca. 45 bis 50 cm. Eine Schlange, welche in der Schweiz sehr oft anzutreffen ist und gut einen Meter lang werden kann. Notabene ein völlig ungefährliches Exemplar, welches sich beim Angriff eines anderen Tieres erst mal tot stellen oder mit der Abgabe eines übelriechenden Sekretes in die Flucht schlagen würde.

    Von den acht in der Schweiz vorkommenden Arten gibt es nur zwei giftige, welche aber deutlich kleiner sind. Die Kreuzotter ist in Berggebieten noch vereinzelt anzutreffen, jedoch sehr scheu. Die kurzen Giftzähne schaffen es gemäss Fachliteratur nicht einmal, eine normale Jeans zu durchdringen. Beim Pflücken von Blumen oder Beeren ereignen sich deshalb die häufigsten Unfälle mit diesen Giftschlangen. Seit Jahrzehnten ist jedoch kein Mensch in der Schweiz mehr durch einheimische Giftschlangen zu Tode gekommen.

    Nach 95 Minuten abwechslungsreichem Lauftraining freute ich mich auf eine salzige, klare Suppe.

    Weitere Infos zu den Schlingnattern: www.karch.ch

    Topics: Lauftraining | 2 Kommentare »

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    2 Kommentare zu “Schlangenbegegnung beim Lauftraining”

    1. Christian meint:
      15. April 2011 at 19:59

      Ist eine Schlingnatter (Coronella austriaca)-harmlos.

    2. Chris meint:
      16. April 2011 at 09:33

      @Christian: Danke für die Begutachtung :good:

    Kommentare

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